[Darstellung Größer 1 wählen.] [zum Inhalt (Taste Alt+8).] [zur Auswahl (Taste Alt+7).] (Taste Alt+6).

.

Hochschulgruppe Landau :

Atomausstieg jetzt! :

Atom

Kommunales Wahlrecht für Alle :

JETZT Mitglied werden! :

webSozi- NEWS :

20.06.2018 19:00 Wir haben viel vor. Und Lust auf morgen.
Wir wollen Bewegung: zum Besseren, nach vorn. Wir wollen in einer Welt, die sich immer schneller dreht, mehr von dem, was uns wichtig ist: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Darum machen wir uns auf für ein besseres Land. In einem besseren Europa. Wenn wir den Mut haben für große Ideen und neugierig sind, werden wir das

20.06.2018 18:10 Ungarn plant Angriff auf die Zivilgesellschaft
Die rechtskonservative Regierung Ungarns will Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die Flüchtlinge in Ungarn unterstützen, mit einer Strafsteuer belegen. Heute wurde diese Steuer in Höhe von 25 Prozent auf ausländische Spenden beschlossen. „Das Gesetzespaket der ungarischen Regierung ist ein Angriff auf den ungarischen Rechtsstaat und alle Menschen, die sich für grundlegende Menschenrechte einsetzen. Sollte das ungarische Parlament dieses

20.06.2018 17:45 Achim Post: Begrüße Merkels Ja zu einem Investitionsbudget in der Eurozone
SPD-Fraktionsvize Achim Post begrüßt die Einigung zwischen Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron auf eine engere Zusammenarbeit zur Stärkung Europas. Er erwartet nun weitere Schritte auf dem EU-Reform-Gipfel. „Der gestrige Tag war ein guter Tag für alle, die Europa stärken und nicht schwächen wollen. Deutschland und Frankreich haben deutlich gemacht, dass sie gemeinsam für ein starkes Europa

Ein Service von websozis.info

 

LeserInnen Brief zum Rhein-Pfalz-Artikel "Betreuter Drogenkonsum in Landau falsches Signal" vom 23.06.08 :

Aktuell

Leider "etwas" verspätet möchten wir euch noch unsere Reaktion auf den o.g. reißerischen Artikel zu unserer Drogenpolitik-Veranstaltung (20.06.08) zeigen. Leider wurde sie (wie so oft) nicht in der Rhein-Pfalz veröffentlicht:

LeserInnenbrief für die Rheinpfalz

Zum Artikel „Betreuter Drogenkonsum in Landau „falsches Signal“

Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.144
Datum: Montag, den 23. Juni 2008
Seite: Nr.21

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung der Veranstaltung „Akzeptierende Drogenarbeit in RLP – Paradigmenwechsel ja, aber nicht bei uns?“ , zu der letzten Freitag von den Jusos Landau / Südpfalz eingeladen wurde. Da ich selbst an dieser, wie ich meine sehr wichtigen Veranstaltung anwesend war, verwunderte es mich zu lesen, dass der zugehörige Artikel eine solch skandalisierende Wortwahl verwendete.

Schon die Wortwahl in der Artikelüberschrift „Betreuter Konsum“ zeugt von der geringen Akzeptanz, die dem Thema „Überlebenshilfe“ innerhalb des Artikels entgegen gebracht wird. Geradezu paradox erscheint es da, dass Sabine Bätzing mit Worten zitiert wird, mit denen sie für mehr Akzeptanz für das Thema in der Bevölkerung und vor allem auch in den Medien wirbt. Der Artikel gilt leider ebenso wie die Kampagnen der BILD gegen die Heroin-Studie als Beispiel, wie man Ängste innerhalb unserer Gesellschaft schürt und gleichzeitig die wichtige Arbeit von vielen Institutionen herabwürdigt. Der geradezu reißerische Beginn des Artikels tut sein Übriges.
Hinzu kommt, dass die vier Säulen der Drogenpolitik, die Sabine Bätzing präsentierte, nicht wie von ihr erwähnt als gleichberechtigt nebeneinander stehend beschrieben werden, sondern der Artikel fälschlicherweise schreibt, dass der Schwerpunkt auf der Säule der Prävention liege. Dies entspricht nicht den Tatsachen, was man durch einen einfachen Blick auf die Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit erkennen kann. Jedoch ist es richtig und ein wichtiges Ergebnis der Veranstaltung, dass vor allem die Säule der Überlebenshilfen, zu denen die im Artikel skandalisierten Drogenkonsumräume gehört, in den Medien und in der Gesellschaft nicht die Geleichberechtigung erhält, die ihr zusteht.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger wissen gar nichts von der akzeptierenden Arbeit in der Suchthilfe und ihren beachtlichen Erfolgen in der HIV- und Hepatitis-Prävention, ihrer wichtigen Arbeit zur Verhinderung von Verelendung und Drogentodesfällen. Schwerstabhängigen Menschen kann man mit Präventionsarbeit nicht mehr helfen, egal wie stark sie in einer Region betrieben wird.
Der Tenor der Veranstaltung war – und so sah es auch das restliche Publikum, was ich in Gesprächen im Anschluss an die Veranstaltung erfuhr – dass akzeptierende Arbeit in Rheinland Pfalz erstens von Nöten ist, zweitens angepasst an die regionalen Besonderheiten durchgeführt werden sollte und drittens eine Auflösung der Polarität zwischen Akzeptanz- und Ausstiegsorientierung geschehen muss. Hilfsangebote für eine schwerstabhängige Klientel müssen beide Seiten der Suchthilfe beinhalten und vor allem auf die neuen Herausforderungen der Drogenhilfe wie Migration und demographischer Wandel reagieren. Angebote wie Substitution müssen breiter ausgebaut und in ihrer psychosozialen Betreuung verbessert werden. Hierzu ist – und ich kann es nicht oft genug sagen – eine breite Akzeptanz und Aufklärung der Bevölkerung von elementarer Wichtigkeit.

 

- Zum Seitenanfang.